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Vergessene Ideale wiederentdeckt. Schneller-Weiter-Höher !
Jeden Monat kürt die Fachpresse neue Lautsprecher zu Testsiegern. Deren Konstrukteure nutzen die nahezu unbegrenzte Leistungsfülle moderner Verstärker, um immer neue interessante Klangeffekte zu erzeugen. Ein endloser Kampf um den Zeitgeschmack und gegen die Konkurrenz.
Quad-Gründer Peter Walker war nicht nur Lautsprecher-Konstrukteur. Er war auch ein fähiger Musiker; zuerst, im Jazz, als Altsaxophonist und später als vielseitiger Konzertflötist. Aus eigener Erfahrung wusste er also ganz genau, wie Musikinstrumente tatsächlich klingen und auch in welcher Richtung sie im Gesamtbild des Orchesters auf den Hörer wirken. Und er wusste vor allem, dass gut gespielte Instrumente im Original dem Zuhörer nie lästig werden.
Bei seinem ersten Elektrostaten, dem ESL 57, der vor Einführung der Stereophonie entstand, war das Richtungshören noch kein Problem. Damals hatte er maximal 15 Watt Verstärkerleistung zur Verfügung, die er kompromisslos in einen vollkommenen, natürlichen Klang einsetzte, der niemals lästig wird.
Beim ESL 63 sorgte die Stereophonie für die Richtungs-Erkennbarkeit bei den einzelnen Instrumenten. Meisterhaft vereinigte Walker diese mit der Natürlichkeit ihrer Wiedergabe.
Bei den Entwicklungsarbeiten erkannte er aber bald, dass es die Gesetze der Hörpsychologie nicht zulassen, seine Ideale in einem einzigen Lautsprecher zu vereinen. So entstand also kein stereooptimierter Universal-ESL, sondern es blieb bei dem ESL 57 für völlig ermüdungsfreies Hören, und hinzu kam der ESL 63 für präzise Raumabbildung. Die Wahl hat er seinen mündigen Hörern überlassen.
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